DE
FR
EN

In seiner 18. Ausgabe nimmt das Festival für Alte Musik «La Folia» das Publikum mit auf einen meditativen Spaziergang, eine mystische Reise. So steht denn in den diesjährigen Konzerten auch die – vokale und instrumentale – geistliche Musik im Mittelpunkt. Diese Musik besitzt eine ganz eigene Macht, sprengt Grenzen und beflügelt, macht neue Erfahrungen möglich. Dank ihr erleben wir in jedem Konzert ein Kondensat von intensiven Emotionen, die uns mit einem Wohlgefühl erfüllen, uns den Moment geniessen und für ein paar Minuten die Aussenwelt und die Probleme vergessen lassen. Eine Art auditives, visuelles und sensorielles Refugium an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Eine wahre Massage für die Seele. Eine barocke Ekstase.

Lassen wir uns verführen und entführen von den sanften Klängen der wunderbaren Künstler, und entdecken wir gemeinsam das Programm dieser 18. Ausgabe des Festivals für Alte Musik «La Folia»: Das Lausanner Ensemble Albori Musicali (Jan Van Hoecke und Jovanka Marville) eröffnet das Festival am Donnerstag, 17. Mai mit Konzerten für Blockflöte, Violine oder Cembalo von Vivaldi, Sammartini und Babell. Am 18. Mai bringt uns das Ensemble Les Traversées Baroques aus Dijon die virtuose religiöse Musik des polnischen Komponisten Kaspar Forster näher. In den beiden Konzerten vom Samstag, 19. Mai steht die weibliche Stimme im Rampenlicht: Am Morgen zeichnet uns die engelgleiche Stimme der Sopranistin Barbara Zanichelli, begleitet von den Klängen der mittelalterlichen Instrumente des spanischen Ensembles Tasto Solo, die musikalische Landschaft des florentinischen Trecento. Am Samstag Abend haben wir das grosse Glück, in der Kirche Saint-Nicolas von Rougemont die grossartige französische Sopranistin Sandrine Piau und das – nicht weniger bemerkenswerte – Ensemble Les Paladins zu erleben, die unter der Leitung von Jérôme Correas ein Opernprogramm von Händel interpretieren: virtuose Arien und ergreifende Klagelieder, die uns mit Sicherheit in ihren Bann schlagen werden. Am 20. Mai wartet die grosse französische Violinistin Hélène Schmitt mit einem perfekten Sonntags-Programm auf: den berühmten Rosenkranzsonaten von Heinrich I. F. Biber. Eine fröhliche Gruppe französischer Cembalisten beschert uns in der Matinee vom Montag, 21. Mai ein herrliches Improvisationserlebnis, und am Montag Nachmittag schliesslich beenden wir unseren musikalischen Höhenflug mit dem jungen Basler Ensemble Concerto Scirocco und den schönsten geistlichen Stücken von Rovetta, Legrenzi und Monteverdi.

Wir möchten an dieser Stelle allen Mäzenen, Sponsoren, Partnern, Freunden, freiwilligen Helfern und natürlich Ihnen, treues Publikum, ganz herzlich danken, denn ohne sie – und ohne Sie! – gäbe es «La Folia» nicht.

Donnerstag 17. Mai – 20:00 Uhr

"Barock-Konzerte"

ENSEMBLE ALBORI MUSICALI
Jan Van HOECKE Blockflöte
Liv HEYM Barock-Violine
Lucien PAGNON Barock-Violine
Emmanuel CARRON Barock-Bratsche
Esmé DE VRIES Barock-Cello
Jovanka MARVILLE Cembalo

William Babell (1689/90 – 1723)
Konzert für Blockflöte in D-Dur Allegro – Adagio – Allegro

Giuseppe Sammartini (1695 – 1750) Konzert für Blockflöte in F-Dur Allegro – [Siciliano] – Allegro assai

Antonio Vivaldi (1678 – 1741) L’Estro Armonico, Op.3 Nr.8 in a-Moll Allegro –Larghetto e spirituoso– Allegro
Konzert für Flöte und Violine in D-Dur Allegro – [Largo] – Allegro
Concerto in d-Moll Allegro – Largo – Allegro molto

Wir haben das Glück, die Entwicklung von Musikern zu verfolgen, die uns wichtig sind und die wir unterstützen: Seit ihrem unvergesslichen Recital bei der Festivalausgabe 2015 haben der Cembalist Jovanka Merville und der Flötist Jan Van Hoecke ein neues, erweitertes Ensemble gegründet, mit dem sie ihre musikalische Freundschaft besiegeln. So entstand 2016 Albori Musicali. Wir freuen uns und sind stolz darauf, als eines der ersten Festivals dieses neue Ensemble in Rougemont begrüssen zu dürfen. Das Programm ist äusserst verlockend: Konzerte für Flöte, Violine oder Cembalo von Vivaldi, Sammartini und Babell.

Freitag 18. Mai – 19:30 Uhr

"Die unerschöpfliche Fantasie des Kaspar Förster" -
Die Kunst der vokalen Virtuosität

LES TRAVERSEES BAROQUES
Etienne MEYER Leitung
Anne MAGOUËT Sopran
Paulin BÜNDGEN Countertenor
Vincent BOUCHOT Tenor
Renaud DELAIGUE Bass
Stéphanie ERÖS Barock-Violine
Helena ZEMANOVA Barock-Violine
Judith PACQUIER Zink
Liselotte EMERY Zink
Ronald MARTIN Viola da gamba
Nora ROLL Viola da gamba
Laurent STEWART Positiv und Cembalo

Kaspar Förster (1616-1673)
Confitebor tibi Domine (Psalm) Jesu Dulcis Memoria (Hymne) Sonate n° 2 à 3 O Bone Jesu Sonata No. 3 à 3 Benedicam Dominum (Psalm) Anonyme Sonate für zwei Cornettini Credo quod redemptor Beatus Vir qui timet Domine (Psalm)

Das auf die Wiederentdeckung vergessener Repertoires spezialisierte Ensemble aus Dijon beschert dem genialen Komponisten Kaspar Förster eine neue Jugend. Förster war polnischer Herkunft, doch der italienische Einfluss ist bei ihm stark spürbar. Die erstaunliche Virtuosität seiner (sowohl für Stimmen als auch für Instrumente bestimmten) Kompositionen war von den aussergewöhnlichen Fähigkeiten der Musiker seiner Umgebung inspiriert, angefangen bei seiner eigenen Bassstimme mit ihrem umfangreichen Register. Les Traversées Baroquespräsentieren uns also die Crème de la Crème des Repertoires, um uns diese schlicht umwerfende Musik entdecken zu lassen.

Samstag 19. Mai – 11:00 Uhr

"Il Paradiso" -
Landini und seine Zeitgenossen des florentinischen Trecento

ENSEMBLE TASTO SOLO
Barbara ZANICHELLI Sopran
Pau MARCOS Fiedel
Guillermo PEREZ Organetto und Leitung

Kompositionen für Stimmen und Instrumente von Landini und seinen Zeitgenossen

Jeder Auftritt des Ensembles Tasto Solo ist ein doppeltes Vergnügen: für die Ohren die Gelegenheit, wenig bekannte Repertoires des 14. und 15. Jahrhunderts zu entdecken, und für die Augen das Glück, seltene gotische Tasteninstrumente zu bewundern, wie etwa das Organetto. Guillermo Perez und seine Musikerkollegen kommen zum zweiten Mal nach Rougemont, diesmal mit einem italienischen Repertoire, das unter anderem dem Komponisten Francesco Landini, einem wahren Star des 14. Jahrhunderts, und der florentinischen Dichtung von Francesco Petrarca gewidmet ist.

Samstag 19. Mai – 19:30 Uhr

"Heldinnen" -
Die schönsten Opernarien von Händel

Sandrine PIAU Sopran
LES PALADINS
Jérôme CORREAS Leitung und Cembalo
Juliette ROUMAILHAC Violine
Jonathan NUBEL Violine
Clara MUHLETHALER Bratsche
Nicolas CRNJANSKI Cello
Franck RATAJCZYK Kontrabass
Charles-Edouard FANTIN Gitarre und Theorbe

Georg Friedrich Handel (1685-1759)
Giulio Cesare: Arie von Cleopatra: "Non disperar, chi sa"
Alcina: Arie von Alcina : “Ah! Mio cor”
Giulio Cesare: aria for Cleopatra: "Piangero la sorte mia"
Suite: "Rodrigo":Overture, gigue, saraband, matelot miminuet
Ariodante: Overture, march
Alcina: Arie von Morgana: “Tornami a vagheggiar”
Alcina: recitative and aria for Alcina: "Ah! Ruggiero crudel... Ombre pallide"

Seit ihrer Begegnung am Pariser Konservatorium und ihrem Debüt mit William Christie haben Sandrine Piau und Jérôme Correas zahlreiche musikalische Abenteuer auf der ganzen Welt erlebt. Im Laufe ihrer zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem Ensemble Les Paladins haben sie mit Plattenaufnahmen und im Konzert die Repertoires der französischen und italienischen Musik erkundet. Nach Cavalli, Vivaldi und Rameau interessieren sie sich in diesem Programm für die «düsteren» Heldinnen von Händel, deren Vorstellung von der Liebe sich mit der Erfahrung gewandelt hat und nicht mehr idealisiert wird. Sandrine Piau, eine grosse Spezialistin der Musik Händels, setzt ihr ganzes Talent ein – eine aussergewöhnliche Stimmtechnik, verbunden mit einer ungeheuren Ausdruckskraft –, um diesen genialen Komponisten zu ehren. Ein äusserst vielversprechender Abend!

Sonntag 20. Mai – 19:30 Uhr

“Rosenglut” -
Die Rosenkranzsonaten von Biber

ENSEMBLE LUCERAM
Hélène SCHMITT Violine
Massimo MOSCARDO Theorbe
Francisco MANALICH Viola da gamba
François GUERRIER Cembalo und Orgel

Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704)
Sonate 1 in d-Moll, die "Verkündigung" - Sonate 4 in d-Moll, "Darstellung im Tempel"

Johann Jakob Froberger (1616 -1667)
Wehklage über den schmerzlichen Verlust seiner kaiserlichen Majestät Ferdinand III. Für Cembalo solo

Giovanni Girolamo Kapsberger (um 1580-1651)
Toccata (Primo libro d'intavolatura di liuto)

Heinrich Ignaz Franz Biber
Sonate 14 in D-Dur, "Himmelfahrt Mariä" - Sonate 16 und letztes Stück der Reihe, "Der Schutzengel" in g-Moll für Violine solo ohne Bass - Sonate 15 in C-Dur, "Krönung Mariä im Himmel" - Sonate 6 in c-Moll, "Jesus am Ölberg" - Sonate 10 in g-Moll, "Die Kreuzigung"

Die grosse französische Violinistin Hélène Schmitt präsentiert uns das Programm ihres zehnten Albums: die Rosenkranzsonaten von Biber, eines der Meisterwerke der Violinliteratur des 17. Jahrhunderts. Diese Sonaten wurden nach liturgischen Texten über das Leben von Jesus und Maria komponiert – eine Seltenheit für die Instrumentalmusik jener Zeit – und vom Komponisten bewusst mit einem Geheimnis umgeben. So wird uns Biber dank dem magischen Spiel von Hélène Schmitt und den Musikern des Ensembles Luceram in eine mystische Meditation versetzen, die über die Mauern der schönen Kirche Saint-Nicolas von Rougemont hinausreicht.

Montag 21. Mai – 11:00 Uhr

"Cembalo, Cembalo, Cembalo!"

Freddy EICHELBERGER Cembalo
Pierre GALLON Cembalo
Yoann MOULIN Cembalo

Improvisationen mit 3 Cembalos

Unmöglich, drei Cembalisten zusammenzubringen, ohne dass sie improvisieren! Die Renaissance hinterlässt uns auf diesem Gebiet zahlreiche Juwelen. Passamezzo, Romanesca, Follia, Passacaglia und Ciaccona sind wertvolle Schemen, die sich für die Improvisation anbieten, genau wie die englischen Grounds oder die berühmten Lieder jener Zeit, etwa «Une jeune fillette». Jenen unablässigen Dialog der Instrumente, jenes Aufeinander-Hören und Einander-Antworten und jenen Wettstreit zwischen den Musikern, wie sie in einem Gamben- oder Flötenconsort anzutreffen sind – das alles möchten Freddy Eichelberger, Pierre Gallon und Yoann Moulin mit dem Publikum teilen.

Montag 21. Mai – 16:00 Uhr

"Die drei Maestri"

ENSEMBLE CONCERTO SCIROCCO
Alice BORCIANI Sopran
Riccardo PISANI Tenor
Sonoko ASABUKI Violine
Pietro MODESTI Zink
Claire MCINTYRE Barock-Posaune
Nathaniel WOOD Barock-Posaune
Luca BANDINI Violine
Eriko WAKITA Orgel
Giulia GENINI Dulzian, Blockflöte und Leitung

Giovanni Rovetta (1596-1668)
Canzon IV a 4- Ave Regina coelorum Canzon Seconda a 3 Beatus Vir Cantate Domino

Giovanni Legrenzi (1626-1690)
Salve, Regina Canzon La Cornara

Giovanni Rovetta
Canzon III a 4 Nulla scientia melior est illa

Claudio Monteverdi (1567-1643)
Confitebor

Giovanni Legrenzi
Sonata “La Pezzoli” Regina coeli laetare

Zum Abschluss dieser Festivalausgabe 2018 steht das junge Basler Ensemble Concerto Scirocco auf der Bühne. Das Ensemble, das auf die Musik für Blasinstrumente des Barock spezialisiert ist (Zink, Dulzian oder Barockposaune), versteht es meisterlich, mit der menschlichen Stimme einen Dialog zu führen. Es wartet mit Werken von drei grossen italienischen Meistern des Genres auf: Rovetta, Legrenzi und Monteverdi. Das Konzert bietet überdies die Gelegenheit, das seltene Timbre des Tenors Riccardo Pisani zu entdecken und die Stimme der hinreissenden italienischen Sopranistin Alice Borciani wiederzuhören.

Vorverkauf

Sie können Ihre Karten entweder direkt online bestellen oder indem Sie direkt mit uns Kontakt aufnehmen.

Festival La Folia
Office du Tourisme
Case postale
CH-1659 Rougemont (Schweiz)

T +41 26 925 11 62
F +41 26 925 11 67
E

 

© 2018 Festival La Folia