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Alles Gute zum Jubiläum, La Folia! 

Wir freuen uns sehr, 2020 die zwanzigste Ausgabe unseres Festivals für Alte Musik feiern zu können. Seit zwanzig Jahren bildet das praktisch tausendjährige Gewölbe der Kirche Saint-Nicolas von Rougemont jeweils während des langen Pfingstwochenendes den wundervollen Rahmen für Konzerte mit den besten Barockmusikern. Seit zwanzig Jahren kommen wir in dieser idyllischen Atmosphäre zusammen, um grossartige Musik zu geniessen und verkannte Instrumente, vergessene Komponisten oder junge Ensembles in voller Blüte zu entdecken. Zwanzig Jahre, in denen sich das Festival zu einem Pfeiler des Musiklebens der Westschweiz entwickelt hat, ohne seinen authentischen Charakter, seine ganz eigene Stimmung und sein gastliches Wesen zu verlieren. 

 

Um diese Jubiläumsausgabe würdig zu feiern, halten wir zahlreiche kleine und grosse Überraschungen für Sie bereit – angefangen bei einem vielversprechenden Programm: 

Als einmaliges Vorspiel zum Festival treffen wir uns einen Tag früher als üblich, nämlich schon am Mittwoch, 27. Mai, zu einem ganz besonderen Anlass: Das Ensemble Chiome d’Oro, ein Stammgast von La Folia, tritt in einem äusserst amüsanten Wohltätigkeitskonzert auf, das wir in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Pays-d’Enhaut organisiert haben. Der Ertrag geht an die Pays-d’Enhaut Bibliothek. Zur offiziellen Eröffnung der Festivalausgabe am Donnerstag, 28. Mai steht das Ensemble La Simphonie du Marais auf der Bühne; in einem Konzert, das erheiternd und unterhaltsam zu sein verspricht, erzählt Hugo Reyne im Trio von den Irrfahrten eines jüdischen Musikers aus Jerusalem in New York. Und weiter geht das Fest am Freitag, 29. Mai, wo wir mit dem berühmten Ensemble Le Poème Harmonique in einem spanischen Programm tanzen werden. Am Samstag, 30. Mai unternehmen wir eine kurze Europareise: Zuerst geht es nach England und Frankreich mit dem Cembalisten Kenneth Weiss und den beiden Violenspielern Laurence Dreyfus und Heidi Gröger, und anschliessend nach Italien mit einem monumentalen Konzert der 18 Musiker des Ensembles Le Banquet Céleste, das geistliche Musik von Monteverdi und Gabrieli interpretieren wird. Am Sonntag, 31. Mai lassen wir uns von den reinen Klängen der jungen Violinistin Alice Julien-Laferrière verzaubern, an deren Seite das Generalbass-Ensemble Ground Floor spielt. Diese besondere Festivalausgabe geht am Montag, 1. Juni mit einem doppelten Feuerwerk zu Ende! Zuerst erwartet uns ein coup de cœur unseres Präsidenten: Ein Virginal-Recital des Cembalisten Bertrand Cuiller, eines der Lieblinge des Festivals, der dieses seltene Instrument meisterhaft spielt; und schliesslich folgt der krönende Abschluss mit dem Ensemble Aedes, das die Kirche von Rougemont mit den Stimmen seiner 18 Sänger zum Vibrieren bringen wird. Es wartet mit einem bemerkenswerten Programm auf, das die starke Verbindung zwischen der Chormusik Purcells und der viel später entstandenen, doch ebenso wundervollen Musik Brittens hervorhebt. 

Wir werden lachen, wir werden weinen, wir werden die Augen und vor allem die Ohren aufsperren. Wieder ein Festival, das unvergesslich zu sein verspricht!

 

Wir möchten an dieser Stelle allen Mäzenen, Sponsoren, Partnern, Freunden, freiwilligen Helfern und natürlich Ihnen, treues Publikum, ganz herzlich danken, denn ohne sie – und ohne Sie! – gäbe es »La Folia« nicht. 

 

 

 

Mittwoch 27. mai – 20 Uhr

"“Capriccio d’Amore”"

Die Liebe in dünnen Scheiben …

ENSEMBLE CHIOME D’ORO

Capucine KELLER Soprano
Renaud DELAIGUE Bass
Cecilia KNUDTSEN Viola da gamba
Pierre-Louis RETAT Cembalo, Orgel und Leitung

 

Werke von Cavalli, Monteverdi, Pergolesi, Frescobaldi, Sances, etc.

 

Für das Eröffnungskonzert dieser Jubiläumsausgabe haben wir uns mit dem Lions Club des Pays-d’Enhaut zusammengeschlossen, um ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Vereins Pro-XY zu veranstalten, der pflegende Angehörige in der Westschweiz unterstützt. Das Genfer Ensemble Chiome d'Oro , ein Stammgast unseres Festivals, wartet bei diesem Anlass mit einem seiner Erfolgsprogramme auf, in dem es um das Leben eines Paars geht. Es nimmt die Liebesbeziehungen unter die Lupe und bringt das Publikum mit Geschichten von Begegnungen und Trennungen zum Lachen und zum Weinen … Ach, die Liebe! Diese Oper in Taschenformat setzt sich aus verschiedenen Werken italienischer Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts zusammen.

 

 

Donnerstag 28. mai - 20 Uhr

"“Der ewige Jude als Musiker“"

Von Jerusalem bis New York

ENSEMBLE LA SIMPHONIE DU MARAIS

Hugo REYNE Erzähler, Flöten, Flageolett, Chalumeau, Oboe, Cromorne, Schofar …
Marco HORVAT Bassbariton, Theorbe, Laute, Citole, jüdische Harfe …
Francisco MAÑALICH Tenor, Viola da gamba, Gitarre, Trommel, Becken …

 

Biblische und sephardische Musik, Klezmer, verschiedene Mantovana 
Bach, Bassano, Moulinié, Offenbach, Rossi, Smetana …

 

Dieses Konzert spannt einen musikalischen Zeitbogen und vermischt dabei Poesie mit Humor und Hoffnung. Drei Multiinstrumentalisten, darunter Hugo Reyne, Leiter derLa Simphonie du Marais, interpretieren biblische und sephardische Musik, Klezmermusik und Musik aus der Romantik, verschiedene Mantovana sowie Melodien von Bach, Bassano, Moulinié, Offenbach, Rossi, Schubert und Smetana. Eine musikalische Reise, die von biblischen Beschwörungen aus dem Jahr 33 bis zu den Klezmertänzen aus den 1930-er Jahren führt und dabei mit einer ganzen Reihe jüdischer, aber auch nicht jüdischer Komponisten aufwartet, die sich von der jüdischen Musik oder von den grossen Figuren der jüdischen Geschichte inspirieren liessen. Ein ungewöhnliches, ganz eigenes Programm, das bei Weitem die Grenzen des »Barock« sprengt, ein Kreuzweg mit vierzehn Stationen, eine musikalische Diaspora in sieben Kapiteln oder Sequenzen, in denen sich 2000 Jahre eines Volks in Bewegung widerspiegeln. Die Legende des Ewigen Juden vermischt sich mit der Geschichte einer Melodie aus Mantua (Die Mantovana), die sich über Jahrhunderte erhalten hat und schliesslich zur israelischen Nationalhymne wurde.

 

 

Freitag, 29. Mai – 19.30 Uhr

"“DANZA!”"

 

DAS HARMONISCHE GEDICHT

Brenda POUPARD mezzosopran
Fiona-Emilie POUPARD violine
Lucas PERES basse de viole
Thomas de PIERREFEU violone
Pere OLIVÉ Schlaginstrumente
Vincent DUMESTRE Gitarre und Leitung

 

Werke von Martin y Coll, de Briceño, Calderón de la Barca etc.

 

Zum Klang von Gitarre und Schlaginstrumenten singt die Mezzosopranistin Brenda Poupard spanische Musik aus dem barocken Paris. Blutige Leidenschaften, bittere Klagen und flammende Reden erwachen bei Tanzrhythmen zum Leben und erinnern an den Platz, den Spanien in den Balletten am Hof von Ludwig XIV. einnahm, und an die Vorliebe der Franzosen für das iberische Temperament.

 

 

Samstag 30. Mai – 11 Uhr

"« A Fancie »"

… und ein paar glückliche Ideen …

Kenneth WEISS cembalo
Laurence DREYFUS Viola da gamba
Heidi GRÖGER Viola da gamba

 

Musik für Viola da gamba und Cembalo in Frankreich und England zur Zeit Ludwigs XIV.: Werke von Couperin, Heudeline, Simpson, Gibbons, Hume, Locke ...

 

Der grosse amerikanische Cembalist Kenneth Weiss wartet mit einem Programm auf, das er eigens für diesen Anlass zusammengestellt hat. Er teilt die Bühne mit zwei wunderbaren Musikern des berühmten Consort Phantasm, Laurence Dreyfus und Heidi Gröger. Gemeinsam, solo, im Duo oder Trio zeichnen sie die Anfänge der Virtuosität der Instrumente in England und Frankreich im 17. Jahrhundert nach.

 

 

Samstag 30. mai – 19.30 Uhr

"“Musik im Markusdom von Venedig”"

 

ENSEMBLE LE BANQUET CELESTE 

Damien GUILLON Bratsche und Leitung
8 Sänger und 9 Instrumentalisten

 

Auszüge aus den Symphoniae Sacrae von Giovanni Gabrieli 
Auszüge aus Selva Morale e Spirituale von Claudio Monteverdi

 

Vom Markusdom inspiriert, wo sie nacheinander Kapellmeister waren, haben Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi beide den Übergang von der Renaissance- zur Barockmusik gekennzeichnet. Mehrchörigkeit, rein instrumentale Teile, neuer, mehr monodischer Stil der Seconda Pratica … Dies alles sind Besonderheiten ihres kühnen, innovativen Stils, welche die Musikgeschichte geprägt haben und die wir in zwei grossen Sammlungen geistlicher Musik entdecken: den Symphoniae Sacrae von Giovanni Gabrieli und den Selva Morale e Spirituale von Claudio Monteverdi.

 

 

Sonntag 31. Mai – 19.30 Uhr

"“Il Genio Inglese”"

 

ENSEMBLE GROUND FLOOR

Alice JULIEN-LAFERRIERE Violine
Elena ANDREYEV Violoncello und Leitung
Angélique MAUILLON Harfe
Pierre GALLON Cembalo
Etienne GALLETIER Theorbe

 

Werke von Mattéis, Schop, Dowland, Purcell, Baltzar, Brade

 

Als Nicola Matteis, ein junger neapolitanischer Komponist, Ende des 17. Jahrhunderts durch Europa zieht und den Ärmelkanal überquert, ereignet sich ein Kulturschock: Die italienische Virtuosität trifft auf die Poesie und die scherzhafte Erfindungsgabe von Albion. Daraus entsteht eine Liebe, die mehr als ein Jahrhundert lang dauern sollte. Die talentierte junge Violinistin Alice Julien-Laferrière macht uns mit dieser Episode der Geschichte der Violinmusik bekannt, begleitet von den vier wunderbaren Generalbass-Musikern des Ensembles Ground Floor .

 

 

Montag 1. Juni – 11 uhr

"« Pescodd Time »"

Englische Musik aus dem Elisabethanischen Zeitalter

Bertrand CUILLER Virginal

 

Werke von Bull, Aston, Byrd, Philipps

 

Pavanen, Gaillarden und Variationen über modische Lieder – das präsentiert uns Bertrand Cuiller in seinem den englischen Virginalisten aus der Zeit von Königin Elizabeth I. gewidmeten Recital. Eine wunderbare Gelegenheit, die grossartige Musik von Byrd, Bull, Philips und auch ihres Vorgängers Hugh Aston kennenzulernen, von dem wahrscheinlich das erste für ein Tasteninstrument geschriebene Stück stammt.

 

 

Montag 1. Juni – 16 Uhr

"“English Voices”"

 

Ensemble AEDES

Mathieu ROMANO direction
18 Sänger et 8 Instrumentalisten

 

Geistliche Werke von Purcell und Britten

 

Zum Abschluss dieser Jubiläumsausgabe haben wir das Vokalensemble Aedes eingeladen, welches das Publikum stets von neuem überrascht mit seinen originellen, immer grossartig interpretierten Programmen – ganz gleich, um welchen Musikstil es sich handelt. Es tritt mit seinem Programm English voices auf, das von Brittens Bewunderung für Purcell berichtet. Tatsächlich hat sich Britten, sowohl mit seiner Musik wie als Interpret, ein Leben lang darum bemüht, Purcell den Platz im Pantheon des englischen goldigen Zeitalters zurückzugeben, den er heute wieder einnimmt. Ein fulminantes Feuerwerk mit dem angemessenen Schuss Originalität, um diese besondere Festivalausgabe abzuschliessen!

 

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